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19.08.2021

Die schönsten Plattencover der Pet Shop Boys

Sie haben das minimalistische Plattendesign erfunden: Neil Tennant, Chris Lowe, Eric Watson und Mark Farrow verzichteten in den 80ern konsequent auf Kitsch und Ornament.

U2 mit Pride (In the Name of Love)

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Pet Shop Boys
Phil Fisk
Pet Shop Boys

Das Pet Shop Boys Design

Zum 40. Geburtstag der Pet Shop Boys wird viel über den Sound von Neil Tennant und Chris Lowe gesprochen. Dabei tritt eine weitere Leistung des Duos unverdient in den Hintergrund: Design.

Denn die Pet Shop Boys machten sich eine Leitlinie im Design zum Grundsatz: Flawless Design. Der Begriff ist etwas schwer zu übersetzen, beschreibt aber Entwürfe die zielgerichtet, reduziert und nahezu perfekt sind. Chris Lowe hat Architektur studiert und Neil Tennant war Musikjournalist bei Smash Hits, dem britischen Popmagazin. In Folge hatten Chris Lowe und Neil Tennant ein klares Verständnis für Image, Stil und Verständnis für die Entstehung von Pop-Mythen.

Die Karriere der Pet Shop Boys ist eine permanente multimediale Reise. Egal ob in den Anfängen, der Zusammenarbeit mit Bobby Orlando oder den CD-Covern der späteren 80er: die Pet Shop Boys brachen mit den üblichen Geschmacksentgleisungen der Mainstream-Platten und reduzierten ihre Cover auf das Minimum, ohne dabei der Vermarktung der Musik aus den Augen zu verlieren.

Ein Glücksgriff in dieser Geschichte war Mark Farrow, der ab 1985 zum Art Direktor der Pet Shop Boys wurde. Zuvor wurden die Hüllen von der Agentur XL Design entworfen, die auch für Frankie Goes to Hollywood und das Label ZTT arbeiteten. Die Arbeiten von Mark Farrow sind bedeutend besser.

Eine spezielle Eigenschaft von Mark Farrow war die problemlose Umstellung von Vinyl auf CD. Während viele etablierte Plattendesigner an dem deutlich kleineren Format scheiterten, waren die minimalistischen Entwürfe von Mark Farrow auch auf einer CD-Hülle ausdruckstark.

Das Cover von "Please" im Jahr 1986 war der erste Beweis, dass die Pet Shop Boys in der damaligen modernen Welt nicht nur angekommen waren, sondern sofort Standards im Design setzten. Der 1955 geborene Fotograf der Pet Shop Boys, Eric Watson, verstarb 2012.

Pet Shop Boys "Please" (1986)
Getty Images
Pet Shop Boys "Please" (1986)

Platz 1: Das Cover vom Album "Please" (1986)

Die Herausforderung war epochal: ein Cover, dass auf einem Vinyl-Album gut aussehen würde aber auch auf der damals noch neuen CD. Mark Farrow schob die wenigen Elemente umher und etablierte einen neuen Standard.

Foto: Eric Watson. Design: Mark Farrow und Pet Shop Boys

Pet Shop Boys "It's a Sin" (1987)
Getty Images
Pet Shop Boys "It's a Sin" (1987)

Platz 2: Das Cover der Maxi "It's a Sin" (1987)

Das Shooting zum Cover fand in der Christ Church in Spitalfields, London statt. Aber keines der sakralen Motive konnte sich durchsetzen, stattdessen ein ungenutzter Keller.

Foto: Eric Watson. Design: Mark Farrow und Pet Shop Boys

Platz 3: Das Cover der Maxi "Domino Dancing" (1988)
Getty Images
Platz 3: Das Cover der Maxi "Domino Dancing" (1988)

Platz 3: Das Cover der Maxi "Domino Dancing" (1988)

Für diese Single ließen sich Neil Tennant und Chris Lowe vom Latin-Pop inspirieren. Das Cover weist deutlich auf diesen Umstand hin.

Foto: Eric Watson. Design: Mark Farrow und Pet Shop Boys

>> Die "Domino Dancing"-HITstory

Pet Shop Boys "Introspective" (1988)
Getty Images
Pet Shop Boys "Introspective" (1988)

Platz 4: Das Cover vom Album "Introspective" (1988)

Radikaler ging es 1988 nicht. Ein Cover aus Farbbalken und kleiner Schrift. Selbst nach mehr als 30 Jahren wirkt das Cover vollkommen zeitgemäß.

Design Mark Farrow und Pet Shop Boys

 

Pet Shop Boys "Surburbia" (1986)
Getty Images
Pet Shop Boys "Surburbia" (1986)

Platz 5: Das Cover der Maxi "Surburbia" (1986)

Der Song beschreibt den Horror und die Konflikte in den Vorstäten. Kein Wunder also, dass Mark Farrow auch einen Konflikt im Bild haben wollte.

Foto: Eric Watson. Design: Mark Farrow und Pet Shop Boys

>> Die "Suburbia"-HITstory