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Jetzt wird Kasse gemacht - Musikfilme treiben Plattenfirmen an

Filme über Queen, Elton John, Mötley Crüe – wie geht es weiter?

The Communards mit Don't Leave Me This Way

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Jetzt wird Kasse gemacht - Musikfilme treiben Plattenfirmen an

Ein bisschen kippt die Stimmung bereits. Nachdem der Queen-Film über das Leben von Freddie Mercury noch überall gefeiert wurde, und auch ein Biopic über Mötley Crüe gut ankam, wurde bei Veröffentlichung von "Rocketman", über das Leben von Elton John, auf der Facebook-Seite von 80s80s auch Kritik gepostet: geht es bei der einsetzenden Flut von Musikfilmen um den letzten Ausverkauf des jeweiligen Künstlers?

"Bohemian Rhapsody" über das Leben von Freddie Mercury hat aktuell eine Milliarde Dollar eingespielt. "Rocketman" ist jetzt schon hoch profitabel und das Plattenlabel hinter Mötley Crüe kann sich gar nicht einkriegen vor Freude über das neu angelaufene Geschäft mit der Band. Zum Filmstart hatte eine große Musikplattform gleich noch eine einmonatige Gratisaktion bei Mötley Crüe-Fans beworben.

>> Nach "Bohemian Rhapsody" und "Rocketman" kommt der Film über Boy George.

Derzeit wird mit Musikfilmen richtig viel Geld verdient. Grade wenn die Bands eine prägende Phase in den 80ern hatten, ist die Zielgruppe bereit Geld auszugeben, kein Wunder also, dass Bands dieser Phase vermehrt verfilmt werden. Der Film "Starman" über David Bowie hat schon einen Drehbuchautor, einen Regisseur und einen Hauptdarsteller. Für den Lou Reed-Film wird derzeit in Hollywood verhandelt. Der für den Verkauf von Mötley Crüe verantwortliche Plattenboss Jedd Katrancha bringt es auf den Punkt, wenn er sagt:

Wenn du den Film nur machst, um Platten zu verkaufen, wird es nicht klappen. Man braucht Geduld und eine gute Geschichte. Aber es zeigt sich, dass die Zuschauer gerne den kreativen Prozess, die persönlichen Kämpfe und den einsetzenden Erfolg von Musikern sehen.

Plattenboss Jedd Katrancha fügt hinzu, dass ein Film die Geschichte einer Band besser erzählen kann als eine Pressemitteilung. Womit er allerdings auch offenbart, welchen Stellenwert die Filme für die Musikindustrie haben: verkaufen.

Wo geht die Reise nun hin? Neben den großen Namen, die in den nächsten Jahren hochwertige Biopics bekommen werden (David Bowie, Boy George, George Michael), kommen nun auch kleine Dokumentationen über Nischenthemen auf den Markt. Typisch dafür dürfte der Film "Other Music" sein, eine Doku über einen Plattenladen in New York. So profan das klingen mag, beim Tribeca Filmfestival wurde dieser Film von den Zuschauern extrem gefeiert.

Die kleinen Indie-Labels haben Musikfilme jedenfalls inzwischen für sich entdeckt, und wollen ein Teil vom Kuchen haben. Ob in den nächsten Jahren ein Film den Trendsetter "Bohemian Rhapsody" vom Thron stoßen kann, darf bezweifelt werden. Ein Milliarden Dollar spielt man nicht so schnell ein, zumal der Queen-Film noch immer in den Kinos läuft.

Elton John & Taron Egerton "(I'm Gonna) Love Me Again"

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