Mit 77 noch ein Ereignis: Grace Jones
Grace Jones spielt 2026 ein rares Open Air in London. Eine der stilprägendsten Figuren der 80er bleibt eine Ausnahmeerscheinung.
Grace Jones spielt 2026 ein rares Open Air in London. Eine der stilprägendsten Figuren der 80er bleibt eine Ausnahmeerscheinung.
Grace Jones steht wie keine andere für den kühlen, stilprägenden Sound der 80er. Mit Tracks wie „Pull Up To The Bumper“ und „Slave To The Rhythm“ hört ihr sie genau da, wo sie hingehört: im 80s80s Wave Radio. Ikonisch, edgy, unverwechselbar. Jetzt einschalten! 🎧
Grace Jones spielt im Sommer ein rares Open Air nach London. Eine der stilprägendsten Figuren der 80er steht wieder auf einer großen Bühne. Warum jeder Auftritt von Grace Jones heute mehr ist als nur ein Konzert und was die 80er damit zu tun haben, erfahrt Ihr hier.
Grace Jones ist 77 Jahre alt, geboren im Mai 1948. In den 80ern bedeutete ein Albumzyklus monatelange Touren. 2026 stehen bislang nur wenige Termine im Kalender von Grace Jones: ein kurzer Australien-Block und das London-Open-Air. Das ist kein klassischer Tourplan, sondern eine kuratierte Auswahl. Jeder Auftritt von Grace Jones wird dadurch automatisch zum Ereignis. Wer sie live sehen will, plant nicht „irgendwann“, sondern konkret.
Journalistisch betrachtet beginnt die eigentliche 80er-Geschichte von Grace Jones 1980 mit dem Album „Warm Leatherette“. Mit Produzent Chris Blackwell und dem Compass-Point-Sound aus Nassau verschiebt Grace Jones ihren Stil in Richtung New Wave und Post-Disco. Kühler, reduzierter…
1981 folgt „Nightclubbing“. Mit Songs wie „Pull Up To The Bumper“ und „I've Seen That Face Before (Libertango)“ etabliert Grace Jones endgültig ihren Sound zwischen Dub, Funk und Avantgarde.
Das Albumcover, gestaltet von Jean-Paul Goude, wird zur Blaupause einer ganzen Ära: kantige Schultern, flacher Haarschnitt, maskenhafte Pose. Grace Jones ist nicht einfach Sängerin, sie ist ein Bild.
1985 betritt Grace Jones die große Kinoleinwand als May Day in „A View to a Kill“. Als Gegenspielerin von James Bond wird Grace Jones zur wohl markantesten Figur dieses Films. Keine klassische Femme fatale, sondern eine physische Präsenz mit klarer Kante.
Parallel erscheint „Slave To The Rhythm“, produziert von Trevor Horn. Der Titelsong „Slave To The Rhythm“ wird zu einem ihrer größten Hits der 80er. Opulent produziert, konzeptionell angelegt, mit orchestraler Wucht und doch kühl im Ausdruck.
Ebenfalls 1985 wird Grace Jones Werbegesicht für den Citroën CX. Die futuristische Linienführung des Autos trifft auf die architektonische Silhouette von Grace Jones. Werbung und Kunstfigur verschmelzen.
Die visuelle Identität von Grace Jones entsteht in enger Zusammenarbeit mit Jean-Paul Goude. Der französische Fotograf und Art Director inszeniert Grace Jones als lebende Skulptur. Proportionen werden überzeichnet, Posen wirken konstruiert, Körperlichkeit wird Grafik. Ohne Jean-Paul Goude wäre die Bildsprache von Grace Jones in den 80ern kaum denkbar.
Parallel arbeitet Grace Jones mit Designern wie Jean-Paul Gaultier. Die Entwürfe von Jean-Paul Gaultier – breite Schultern, androgyne Schnitte, Korsett-Elemente – passen perfekt zur Haltung von Grace Jones.
Live setzt Grace Jones auf Reduktion und Kontrolle. Keine überladene Choreografie, kein Dauerfeuer aus Effekten. Stattdessen eine klare Lichtregie, eine dominante Silhouette, präzise Bewegungen. Wenn „Slave To The Rhythm“ einsetzt, steht Grace Jones oft im Zentrum eines minimalistischen Settings, das ihre Präsenz verstärkt statt überdeckt.
Songs wie „Pull Up To The Bumper“ oder „I've Seen That Face Before (Libertango)“ funktionieren live als rhythmische Manifeste. Grace Jones nutzt Mode weiterhin als dramaturgisches Element. Outfits erinnern an Entwürfe von Jean-Paul Gaultier, ohne nostalgisch zu wirken. Die 80er werden nicht zitiert, sie werden weitergeführt. Wer Grace Jones live erlebt, sieht keine Retro-Show, sondern eine Fortsetzung eines ästhetischen Konzepts.
Wenn Grace Jones eine Bühne betritt, verändert sich der Raum. Das ist keine Übertreibung, sondern seit vier Jahrzehnten beobachtbar. Am 31. Juli 2026 steht Grace Jones im Crystal Palace Park in London auf der Bühne der historischen Crystal Palace Bowl. Rund 15.000 Menschen passen in das natürliche Amphitheater, wenn ausverkauft ist. Für Grace Jones it das natürlich kein Problem.
Der Crystal Palace selbst existiert seit dem Brand von 1936 nicht mehr. Geblieben ist der Park im Süden Londons und die Crystal Palace Bowl, eine Freiluftbühne mit Historie. In den 70ern spielten dort Bands wie Pink Floyd oder Bob Marley & The Wailers. 2026 reiht sich Grace Jones in diese Geschichte ein.
Wer 2026 zu einem Konzert von Grace Jones geht, besucht keine Revival-Show. Die Songs stammen aus den 80ern, die Haltung nicht. Das Konzert am 31. Juli 2026 im Crystal Palace Park markiert einen der wenigen bestätigten Live-Termine des Jahres – jeder Auftritt hat damit Event-Charakter.
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