Foreigner: Sorge um Mick Jones
Ein Satz aus einem Podcast sorgt für Unruhe: Lou Gramm spricht über Mick Jones und nennt es „Endstadium“.
Ein Satz aus einem Podcast sorgt für Unruhe: Lou Gramm spricht über Mick Jones und nennt es „Endstadium“.
Mick Jones gründete 1976 die Band Foreigner und prägte mit Hits wie "I Want to Know What Love Is" den 80er-Sound. Die Aussage über seinen Gesundheitszustand stammt aus einem Podcast von Lou Gramm – sie sorgt jetzt weltweit für Diskussionen. Denn ein einzelner Satz kann reichen, um eine ganze Fanbase innehalten zu lassen. Genau das ist jetzt passiert: Im Podcast "Lipps Service" hat Lou Gramm über den Gesundheitszustand von Mick Jones gesprochen – und dabei Worte gewählt, die hängen bleiben. Von „Endstadium“ war die Rede. Seitdem verbreitet sich die Nachricht rasend schnell. Für viele Fans von Foreigner ist das ein Schockmoment, weil Mick Jones nicht einfach nur Gitarrist ist, sondern der kreative Kopf hinter der Band. Gleichzeitig bleibt wichtig: Die Aussage stammt nicht von Mick Jones selbst, sondern von Lou Gramm, einem langjährigen Weggefährten. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht.
Um zu verstehen, warum diese Nachricht so einschlägt, lohnt sich ein Blick zurück. Mitte der 70er formiert Mick Jones in New York eine Band, die bewusst international aufgestellt ist. Der Name Foreigner kommt nicht von ungefähr – britische und amerikanische Musiker treffen hier aufeinander. Mick Jones, der zuvor schon bei Spooky Tooth aktiv war, bringt Erfahrung und ein klares Gespür für Songwriting mit. Mit dabei: Lou Gramm, dessen Stimme schnell zum Markenzeichen wird. Schon das Debütalbum "Foreigner" aus dem Jahr 1977 liefert Hits wie "Cold as Ice" und "Feels Like the First Time". Lou Gramm und Mick Jones entwickeln früh eine besondere Dynamik. Der eine liefert die Stimme mit Druck und Wiedererkennungswert, der andere schreibt Songs, die genau auf diesen Sound zugeschnitten sind. Das ist kein Zufall, sondern ein ziemlich präzises Zusammenspiel.
Ende der 70er sind Foreigner längst kein Geheimtipp mehr, aber der eigentliche Durchbruch kommt mit dem Wechsel in die 80er. Mick Jones passt den Sound an, ohne die DNA der Band zu verlieren. Weniger roher Rock, mehr Struktur, mehr Gefühl – und vor allem mehr Hits. Mit Alben wie "4" aus dem Jahr 1981 liefern Foreigner Songs wie "Urgent" und "Waiting for a Girl Like You". Spätestens hier wird klar: Mick Jones denkt größer als klassische Rockmuster. Die Produktion wird moderner, die Songs zugänglicher. Der absolute Höhepunkt folgt 1984 mit "Agent Provocateur". Die Ballade "I Want to Know What Love Is" wird zum globalen Megahit. Lou Gramm singt den Song mit einer Intensität, die bis heute funktioniert. Gleichzeitig zeigt Mick Jones, dass er nicht nur Gitarrist, sondern auch ein feiner Beobachter für musikalische Trends ist.
So gut das musikalisch funktioniert, so komplex ist das Verhältnis zwischen Lou Gramm und Mick Jones hinter den Kulissen. Erfolg bringt Druck, unterschiedliche Vorstellungen führen zu Spannungen. In den späten 80ern kommt es immer wieder zu Konflikten. Lou Gramm verlässt zeitweise die Band, kehrt zurück, geht wieder. Mick Jones bleibt der konstante Faktor bei Foreigner. Er hält die „Marke“ zusammen, auch als sich die Besetzung mehrfach verändert. Trotz aller Differenzen bleibt die gemeinsame Phase von Lou Gramm und Mick Jones die prägendste Zeit von Foreigner. Genau deshalb wiegt es heute besonders schwer, wenn Lou Gramm öffentlich über den Zustand von Mick Jones spricht.
Die aktuelle Diskussion bekommt gerade deshalb so viel Aufmerksamkeit, weil sie auf eine neue Zuspitzung hinausläuft. Allerdings hatte sich Mick Jones bereits 2024 selbst öffentlich zu seiner Alzheimer-Erkrankung geäußert. Schon davor war sichtbar, dass sich Mick Jones zunehmend aus dem Live-Geschäft zurückzieht. Seit 2022 steht Mick Jones nicht mehr mit Foreigner auf der Bühne. Das bedeutet: Die Erkrankung ist bestätigt, aber der konkrete Zustand bleibt unklar. Es gibt kein aktuelles, detailliertes Statement von Mick Jones, seinem Management oder der aktuellen Besetzung von Foreigner, das die Aussagen von Lou Gramm einordnet oder bestätigt. So oder so, die Aussage von Lou Gramm lässt Fans innehalten: „Er befindet sich im Endstadium von Alzheimer. Ich kann nicht sagen, wie es ihm geht. Er ist distanziert.“
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