Wähle hier dein 80s80s-Programm:
The Cure
Universal Music
The Cure
03.11.2021

Happy Birthday The Cure "Concert"

Vor 37 Jahren veröffentlichten The Cure ein Live-Album. Das Ergebnis eignete sich dann eher nur für Hardcore-Fans.

Thompson Twins mit You Take Me Up

Wave

Wave

Jetzt hier 80s80s WAVE einschalten!


Es läuft:
Thompson Twins mit You Take Me Up
The Cure
Universal Music
The Cure

The Cure "Concert" (1984)

Im Herbst 1984 waren The Cure so dreist eine Live-Platte zu veröffentlichen. Warum dreist? The Cure hatten zu diesem Zeitpunkt zwar schon fünf Studioalben herausgebracht, verfügten also über ausreichend Material. Aber für einen zufriedenen Rückblick auf das Lebenswerk der Band war es zu früh. Zudem war die damalige Ausrichtung der Band keineswegs stringent. Zwischen dem Album "The Top" und der davor veröffentlichten "Pornography" lagen Welten. Das ist "Concert: The Cure Live" auch deutlich anzumerken.

The Cure entschieden sich also in einer Phase, als sie den Fans einen krassen Stilbruch zumuteten, auch noch eine informelle "best of"-Platte an den Start zu bringen. Das führte dazu, dass auf "Concert: The Cure Live" ein heftiger Spagat stattfindet. Die poppigen Nummern wie "Killing an Arab" müssen gegen ganz krasse Gothic Rock-Nummern wie "The Hanging Garden" und "One Hundred Years" bestehen. Robert Smith singt dabei im tiefen Weltschmerz: "The death of her father pushing her - Pushing her white face into the mirror".

Man muss sich das einfach mal vor Augen halten: The Cure veröffentlichen ein Live-Album nach ihrer "The Top"-Tour, und grade mal zwei Songs des aktuellen Albums schaffen es auf die Platte: "Shake Dog Shake" und "Give Me It". In Verbindung mit einer teilweise fragwürdigen Klangqualität und schrillen Gitarrenläufen war das eine Kost für harte Fans, die bereit waren mit The Cure durch diese Stilreise zu gehen. Aber auf der anderen Seite muss man eingestehen, dass The Cure auf "Concert: The Cure Live" sozusagen im Zwischenbesetzung spielten: Robert Smith sang natürlich, Porl Thompson spielte Gitarre, Saxophon und die Keyboards, Andy Anderson spielte die Drums, Phil Thornalley übernahm Bass und Lol Tolhurst weitere Keyboards. Simon Gallup machte eine Bandpause.

The Cure
Universal Music
The Cure
The Cure
Universal Music
The Cure
The Cure
Universal Music
The Cure

"Concert: The Cure Live" hatte einen festen Platz auf Partys der 80er

Die Aufnahmen auf "Concert: The Cure Live" stammen von grade mal zwei Auftritten: einem Auftritt in Oxford und einem Konzert im legendären Hammersmith Odeon in London. Das war natürlich für Fans ein herber Schlag, denn die Tour hatte schon im Januar 1984 begonnen. In Deutschland gab es Auftritte in München Düsseldorf Hamburg und Berlin. Im München sogar im Januar und nochmal im Mai. Zudem gab es unzählige The Cure-Aufritte in den USA, viele Gigs in Australien und immerhin fünf Konzerte in Frankreich. Aus über 60 Konzerten wurden nur zwei Auftritte für das Album verwendet. "Concert: The Cure Live" schafft es dann auch nur in England in die Charts.

The Cure warteten nach "Concert: The Cure Live" dann auch über sieben Jahre, bevor sie wieder ein Live-Album veröffentlichten. Bei aller Kritik muss man aber attestieren, dass "Concert: The Cure Live" sich einen festen Platz auf Partys der 80ern sichern konnte. In der Küche konnte man dazu andächtig diskutieren und im Wohnzimmer sogar vorsichtig das Tanzbein rotieren lassen.

The Cure - A Forest * Concert Live 1984

The Cure - A Forest * Concert Live 1984
The Cure - A Forest * Concert Live 1984