Als Dirty Dancing 1987 in die Kinos kam, rechnete kaum jemand mit diesem Effekt. Regie führte Emile Ardolino, das Drehbuch schrieb Eleanor Bergstein, inspiriert von eigenen Jugenderinnerungen. Gedreht wurde für rund sechs Millionen Dollar, eingespielt wurden weltweit etwa 218 Millionen. In Deutschland sahen fast neun Millionen Menschen den Film im Kino. Ein Überraschungserfolg, der schnell über das Genre hinauswuchs.
Die Geschichte von Dirty Dancing spielt im Sommer 1963 in den Catskill Mountains. Frances „Baby“ Houseman, siebzehn, privilegiert aufgewachsen, trifft im Ferienresort Kellerman’s auf den Tanzlehrer Johnny Castle. Patrick Swayze und Jennifer Grey wurden mit diesen Rollen endgültig zu Stars. Der Film erzählt von Klassenunterschieden, sexueller Selbstbestimmung, Abtreibung und Loyalität. Themen, die im Gewand eines Tanzfilms ungewöhnlich klar verhandelt wurden.
Choreograf Kenny Ortega orientierte sich bewusst an Tanzstilen der frühen Sechziger, Mambo und kubanische Rhythmen prägten Dirty Dancing. Gedreht wurde unter anderem in der Mountain Lake Lodge in Virginia und in Lake Lure, North Carolina.
Der Soundtrack trug entscheidend zum Erfolg bei: Sieben Songs entstanden eigens für den Film, darunter "(I’ve Had) The Time of My Life", "Hungry Eyes" und "She’s Like the Wind". Der Titelsong gewann 1988 den Oscar, einen Golden Globe und einen Grammy.
Bei den Kritikern kam Dirty Dancing sehr unterschiedlich an. Während manche Rezensenten die Inszenierung als massentauglich und kitschig einordneten, sahen andere eine präzise Gesellschaftsskizze.
Unbestritten blieb aber die Wirkung. 2024 wurde der Film in das National Film Registry der USA aufgenommen. Spätere Adaptionen: Serie, Musical, Remake änderten daran wenig. Das Original blieb der Maßstab.