Kommt Diana Ross 2026 auch nach Europa?
Diana Ross ist wieder live unterwegs: Nach dem orchestralen Abschluss von „Symphonic Celebration“ tourt die Soul-Ikone aktuell durch die USA. Aber kommt sie auch zu uns?
Diana Ross ist wieder live unterwegs: Nach dem orchestralen Abschluss von „Symphonic Celebration“ tourt die Soul-Ikone aktuell durch die USA. Aber kommt sie auch zu uns?
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Diana Ross beendet 2025 das Orchesterprojekt „Symphonic Celebration“ und startet 2026 mit der US-Tour „Diana in Motion“. Fakt ist: Die neuen Termine sind ausschließlich in den USA angesetzt. Bedeutung: Europa muss sich gedulden, während Diana Ross ihre Live-Relevanz jenseits nostalgischer Sonderformate festigt.
Es gibt Künstlerinnen, die verabschieden sich leise aus dem Rampenlicht. Und es gibt Diana Ross, die einfach weitermacht.
Nach dem Abschluss von „Symphonic Celebration“ steht Diana Ross wieder regelmäßig auf der Bühne, diesmal ohne Orchester. Stattdessen heißt die aktuelle US-Tour programmatisch „Diana in Motion“ – und genau so wirkt sie auch. Bewegung statt Rückschau, Präsenz statt Pathos. Für eine Künstlerin, die seit mehr als sechs Jahrzehnten Teil der Popgeschichte ist, ist das keine Selbstverständlichkeit.
„Symphonic Celebration“ war kein klassisches Tourformat, sondern ein bewusst gesetzter Akzent. Diana Ross präsentierte ihr Repertoire mit großen Orchestern, klar kuratiert, stark auf Reife und musikalische Substanz ausgelegt. Das Projekt lief 2025 vor allem in Großbritannien und war von Beginn an zeitlich begrenzt. Keine Verlängerung, keine zweite Runde, kein Versuch, das Konzept auszureizen. Für Diana Ross war das Orchesterformat ein Kapitel. Mit dem Abschluss dieser Shows wurde klar: Der nächste Schritt sollte wieder unmittelbarer sein.
Der Titel der aktuellen US-Shows ist mehr als ein Marketinglabel. „Diana in Motion“ beschreibt ziemlich genau, was Diana Ross derzeit macht. Die Konzerte setzen auf Bewegung, Spielfreude und eine Setlist, die nicht museal wirkt. Diana Ross steht dabei nicht als Denkmal auf der Bühne, sondern als Performerin, die ihre Songs kennt, aber nicht konserviert. Wer Clips auf YouTube oder Instagram sieht, merkt schnell: Das ist keine Abschiedstour und kein Rückzug in den Legendenstatus. Das ist Live-Routine auf hohem Niveau – und mit sichtbar guter Laune.
Um zu verstehen, warum dieser Ansatz funktioniert, lohnt ein kurzer Blick zurück. Diana Ross wurde als Leadsängerin von The Supremes zur zentralen Figur des Motown-Sounds. Schon dort ging es nicht um Stillstand, sondern um permanente Weiterentwicklung. Nach dem Wechsel zur Solokarriere Anfang der 70er blieb Diana Ross nie zu lange in einer Rolle. Disco, Pop, Soul, Soundtracks – alles wurde ausprobiert, manches verworfen, vieles geprägt. Gerade in den 80ern bewies Diana Ross, dass Anpassung kein Verlust von Identität sein muss, sondern deren Voraussetzung.
So präsent Diana Ross aktuell in den USA ist, so nüchtern ist die Lage für Europa. Für 2026 gibt es bislang keine bestätigten Termine diesseits des Atlantiks. Kein neues Orchesterprojekt, keine Arena-Tour, keine Festivalankündigungen. Das heißt nicht, dass Europa ausgeschlossen ist – aber es heißt, dass Diana Ross ihre Prioritäten derzeit klar setzt. Nach den aufwendigen Produktionen der letzten Jahre scheint der Fokus nun auf überschaubaren, kontrollierten Tourphasen zu liegen. Und die finden aktuell in den USA statt. Auch jenseits der Bühne beschreibt Diana Ross diese Phase eher nüchtern als nostalgisch. In einem seltenen Interview erklärte Diana Ross kürzlich dem People-Magazin: „Because I love what I do, it keeps me grounded.“ Keine große Selbstverklärung, sondern eine fast sachliche Erklärung dafür, warum sie weiterhin tourt – nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil die Auftritte sie „erden“.
Was an der aktuellen Phase von Diana Ross auffällt, ist der fast nüchterne Umgang mit der eigenen Geschichte. Keine großen Jubiläumsslogans, keine retrospektiven Mammutboxen, keine ständige Selbstverortung im Kanon. Diana Ross wirkt eher wie jemand, der weiß, dass die eigene Bedeutung nicht verteidigt werden muss. Das macht „Diana in Motion“ so zeitgemäß. Es ist kein Event, sondern ein Zustand. Live-Shows als normaler Teil eines künstlerischen Alltags – auch mit über 80.
Für europäische Fans bleibt damit vorerst nur eines: abwarten. Diana Ross hat in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass Ankündigungen oft spät kommen und Pläne flexibel bleiben. Dass aktuell nichts kommuniziert ist, heißt nicht, dass nichts passieren wird. Aber es heißt, dass es keinen Automatismus mehr gibt.
Wir sagen: Diana Ross wirkt aktuell wie jemand, der weiß, wann man innehält – und wann man einfach weitergeht. Keine Europa-Termine 2026 sind kein Drama, sondern Teil dieser Gelassenheit. Oder um es mit einer passenden Zeile zu sagen: “I’m coming out, I want the world to know.”
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