Luther Vandross: warum seine Stimme bis heute zählt
Zwanzig Jahre nach seinem Tod wirkt Luther Vandross erstaunlich gegenwärtig, weil seine Stimme und seine Songs bis heute referenziert, gecovert und gesampelt werden.
Zwanzig Jahre nach seinem Tod wirkt Luther Vandross erstaunlich gegenwärtig, weil seine Stimme und seine Songs bis heute referenziert, gecovert und gesampelt werden.
Von Kool & The Gang bis Randy Crawford: 80s80s SOUL BALLADS sammelt die emotionalen Höhepunkte des Jahrzehnts der großen Stimmen. Deep. Slow. Classy.
Als Luther Vandross am 1. Juli 2005 starb, verlor die Musikwelt nicht nur einen der größten Soulsänger, sondern eine Stimme, die Intimität, Eleganz und emotionale Präzision auf eine Weise verband, die bis heute selten geworden ist. Zwanzig Jahre später ist Luther Vandross immer noch da – in Balladen-Playlists, in Soul-Standards, in modernen Produktionen. Luther Vandross bleibt relevant, weil seine Songs etwas leisten, das nicht altern kann: Sie klingen nach einem Direktzugang zum Herzen.
Und ja: In den 80ern, der Dekade, mit der man ihn besonders verbindet, war Luther erstaunlich jung. Geboren 1951, war er Anfang dreißig, als „Never Too Much“ erschien – aber er klang damals nicht wie ein Newcomer. Seine Stimme hatte von Beginn an Autorität: Kontrolle, Wärme, Timing. Während viele 80s-Acts auf Effekte, Image oder große Gesten setzten, baute Luther Vandross auf Handwerk.
Dazu passt auch sein Werdegang. Bevor Luther Vandross selbst zum Star wurde, arbeitete er im Hintergrund als Backgroundsänger, Arrangeur und Songwriter – also in genau den Rollen, in denen man lernt, wie Musik wirklich funktioniert: wie man Stimmen mit Dynamik aufbaut.
Als Luther Vandross dann im Spotlight stand, wirkte das nicht wie „jetzt versuch ich mal Popstar“, sondern wie der logische Schritt eines fertigen Künstlers.
In den 80ern perfektionierte Luther Vandross die Soul-Ballade neu: luxuriös, aber nie kitschig. Seine großen Momente kommen nicht über Lautstärke, sondern über Präzision. Er konnte flüstern und trotzdem füllen. Er konnte seinen Ton halten, auch wenn die New Waver und New Romantics angewidert der Kopf schüttelten.
Aber, so ehrlich muss man sein, Luther Vandross brachte „Erwachsensein“ zurück in Popmusik. Und dieses Konzept funktioniert bis heute.
Ein sehr sichtbares Beispiel ist „Luther“ von Kendrick Lamar & SZA (2024): Der Track ist ausdrücklich nach Luther Vandross benannt und enthält ein Sample aus Luther Vandross & Cheryl Lynns Version von „If This World Were Mine“ aus dem Jahr 1982.
Bei der 68. Grammy Verleihung am 1. Februar 2026 in Los Angeles bekamen Kendrick Lamar & SZA für den Song "Luther" den Preis in der Kategorie "Record of the Year".
Das ist nicht irgendein random Throwback, sondern ein Statement: Wenn diese Namen im modernen Rap/R&B eine Liebesballade bauen, greifen sie auf Luther Vandross zurück, weil seine Stimme sofort eine gewisse Klasse mitbringt.
Fat Joe hat 2021 mit „Sunshine (The Light)“ eine Nummer veröffentlicht, deren Kern auf einem Mashup basiert, das Luther Vandross‘ „Never Too Much“ als zentralen Baustein nutzt. Die Idee dahinter ist bezeichnend: „Never Too Much“ funktioniert nicht nur als Klassiker, sondern als Push für aktuelle Produktionen.
Luther Vandross-Songs werden nicht nur im Studio verwertet, sie werden weiterhin auf Bühnen gesungen – also in der Königsdisziplin, wo man sich wirklich trauen muss, an diese Stimme ranzugehen – prominent dabei „Dance With My Father“ und natürlich „Never Too Much“.
Und als kulturelles „Update“ seines Vermächtnisses kommt noch die große filmische Würdigung dazu: „Luther: Never Too Much“ (Regie: Dawn Porter) hatte seine Premiere 2024 und wurde als offizielles Porträt seines Lebens und seiner Karriere breit aufgenommen.
Solche Dokus sind nicht nur Rückblick – sie sind oft der Moment, in dem eine neue Generation aufmerksam wird. Genau darin liegt Luthers Gegenwartsrelevanz: Er ist eine Art Qualitäts-Siegel für Soul-Balladen: Zitate, Cover und Dokus. So Luther Vandross bleibt auch heute relevant.
Für den Start von 80s80s SOUL BALLADS ist Luther Vandross deshalb mehr als ein ikonischer Name. Er steht für eine Musik, die nicht über Tempo oder Trends funktioniert, sondern über Gefühl, Songwriting und eine Stimme, die gleichzeitig Nähe und Größe kann. Zwanzig Jahre nach seinem Tod ist er nicht nur relevant – Luther Vandross wird mehr und mehr als eine der ganz großen Stimmen der 80er wahrgenommen.
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