40 Jahre Zelda und das Comeback der Retro Games
Am 21. Februar 1986 erschien „The Legend of Zelda“ erstmals in Japan. Vierzig Jahre später steht die Reihe nicht nur für Spielegeschichte, sondern für einen echten Retro-Gaming-Boom.
Am 21. Februar 1986 erschien „The Legend of Zelda“ erstmals in Japan. Vierzig Jahre später steht die Reihe nicht nur für Spielegeschichte, sondern für einen echten Retro-Gaming-Boom.
Das Podcast & Musikradio von 80s80s: die wichtigsten Hits der 80s und ihre Geschichten, erzählt von Peter Illmann.
„The Legend of Zelda“ war von Beginn an mehr als ein typisches Konsolenspiel der 80er. Eine offene Welt, Rätsel, Kämpfe, Musik- All das kam 1986 in einer Form zusammen, die damals ungewöhnlich war.
Matthias Oborski, Leiter des Computerspielemuseums in Berlin, beschreibt Zelda als „eine wirklich ungewöhnliche Mischung“, die viele Wochen Beschäftigung bot und damit neue Maßstäbe setzte. Entscheidend sei aber nicht nur der Start gewesen. „Das Wichtigste ist, dass die Reihe immer mit der Zeit gegangen ist, ohne jedem Trend hinterherzurennen“, sagt Oborski.
Zelda blieb erkennbar Zelda, nahm aber neue Strömungen auf, bis hin zu den heutigen Open-World-Spielen, die sich selbstverständlich neben Reihen wie „GTA“ oder „Elder Scrolls“ behaupten.
Auch die Musik gehört zu diesem Prinzip. Die Melodien von Komponist Koji Kondo haben sich tief eingeprägt, oft unbewusst. Oborski erinnert sich an Konzerte mit orchestralen Zelda-Arrangements, bei denen selbst langjährige Spieler emotional reagierten. Musik als Gedächtnisanker, ein Effekt, der weit über Nostalgie hinausgeht und erklärt, warum Zelda bis heute funktioniert.
Dass Zelda trotz moderner Technik oft auf Zurückhaltung setzt, passt in einen größeren Zusammenhang. Retro Games erleben seit Jahren einen Boom. Der weltweite Markt lag zuletzt bei rund 3,8 Milliarden Dollar und soll bis 2033 deutlich wachsen.
Für Oborski hat das mehrere Gründe. Zum einen sind hochauflösende 3D-Welten extrem teuer. „An einem Spiel wie GTA arbeiten mehrere hundert Menschen jahrelang“, sagt er. Reduzierte Grafik ist wirtschaftlich sinnvoller – und eröffnet kreative Spielräume.
Zum anderen hat sich die Wahrnehmung verändert. Pixelgrafik gilt längst nicht mehr als Notlösung, sondern als Stilmittel. Spiele wie „Stardew Valley“ oder „Sea Of Stars“ zeigen, wie zeitgemäß das funktionieren kann.
Auch der Indiemarkt spielt dabei eine zentrale Rolle. „Man spricht nicht umsonst von Pixel Art“, sagt Oborski. Nintendo habe das früh verstanden. Die Firma setzte nie auf maximale Technik, sondern auf Spielmechanik, Figuren und Welten, die tragen. „Niemand erwartet von einem Nintendo-Spiel, dass es aussieht wie Call of Duty“, so Oborski.
Vierzig Jahre nach dem ersten Zelda ist Retro Gaming deshalb kein sentimentaler Blick zurück, sondern ein bewusster Gegenentwurf. Alte Spiele werden spielbar gehalten, neue greifen ihre Sprache auf. Zelda steht genau zwischen diesen Polen, als Serie, die ihre Geschichte kennt, ohne in ihr stehenzubleiben.
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