U2 mit neuer Musik als Reaktion auf aktuelle politische Lage
Die EP „Days Of Ash“ erscheint spontan vor dem geplanten Studioalbum Ende 2026. Die sechs Songs greifen konkrete Ereignisse von Minneapolis bis Kyjiw auf, mit Featuregästen wie Ed Sheeran.
Die EP „Days Of Ash“ erscheint spontan vor dem geplanten Studioalbum Ende 2026. Die sechs Songs greifen konkrete Ereignisse von Minneapolis bis Kyjiw auf, mit Featuregästen wie Ed Sheeran.
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Auf dem Weg zum neuen Album, das Ende 2026 erscheinen soll, halten U2 sehr nachdenklich inne und haben eine EP mit sechs Tracks veröffentlicht.
Auf der Platte vereinen Bono, The Edge, Adam Clayton und Larry Mullen Jr. fünf neue Songs plus ein vertontes Gedicht. Musikalisch zeigt sich das Material im typischen U2-Style: große Melodien, ruhige Passagen und politische Texte. Die Band beschreibt die EP ausdrücklich nicht als gewöhnlichen Vorboten, sondern als Momentaufnahme der Gegenwart, die sie direkt verarbeitet haben.
U2 holen sich dabei internationale Unterstützung. „Wildpeace“ basiert auf einem Gedicht des israelischen Autors Yehuda Amichai. Es wird von Adeola (Les Amazones d’Afrique) gesprochen und von U2 gemeinsam mit Produzent Jacknife Lee vertont. Den Abschluss bildet „Yours Eternally“, bei dem Ed Sheeran sowie Taras Topolia aus der Ukraine zu hören sind.
Adam Clayton: „Wir glauben an eine Welt, in der Grenzen nicht mit Gewalt verschoben werden. In der Kultur, Sprache und Erinnerung nicht durch Angst verstummen. In der Würde nicht verhandelbar ist. Das ist keine Mode, sondern unser Fundament. Und wir stehen gemeinsam darauf.“
Mehr zum Background der einzelnen Songs, die weltumspannend aktuell und historisch ausholen:
„American Obituary“ bezieht sich auf einen Vorfall vom 7. Januar 2026 in Minneapolis: Die 37-jährige Renée Nicole Good wurde bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen. Die Ereignisse lösten weltweite Debatten über Polizeigewalt und staatliche Befugnisse aus.
„The Tears of Things“ greift spirituelle Gedanken des Franziskaners Richard Rohr auf. U2 setzen diese Idee künstlerisch um: Ein fiktives Gespräch zwischen Michelangelos David und seinem Schöpfer, das Vergänglichkeit, Mitgefühl und Verantwortung beleuchtet.
„Song of the Future“ erinnert an die iranische Jugendprotestlerin Sarina Esmailzadeh. Ihr Tod während der iranischen Proteste wurde weltweit wahrgenommen und steht hier stellvertretend für junge Menschen, die in politischen Konflikten zu Opfern werden.
„Wildpeace“ ist eine Vertonung eines Gedichts von Yehuda Amichai. Der Text wird gesprochen von Adeola und von U2 mit Jacknife Lee vertont. Das Stück ist reduziert gehalten und wirkt eher wie eine Klanginstallation als ein klassischer Song.
„One Life At A Time“ Widmet sich Odeh Hadalin, palästinensischer Aktivist und Englischlehrer, der 2025 im Westjordanland getötet wurde. Im Fokus steht das individuelle Schicksal eines Einzelnen innerhalb größerer Konflikte.
„Yours Eternally“ entstand in Kooperation mit dem ukrainischen Musiker und Soldaten Taras Topolia sowie Ed Sheeran. Kurz nach Beginn der russischen Invasion 2022 spielten Bono und The Edge auf Einladung von Selenskyj in einer Kyjiwer U-Bahnstation. Dort begegneten sie Topolia persönlich.
Begleitet wird das Stück von einem viereinhalbminütigen Dokumentarfilm des ukrainischen Kameramanns Ilya Mikhaylus. Die Premiere findet am 24. Februar statt, dem Jahrestag der Invasion. Der Film wurde im Dezember 2025 gedreht und behandelt das Leben junger Menschen an der Front.
Das U2-Fanclub-Magazin „Propaganda“ bekommt zur EP noch ein Revival-Format, digital sowie in limitierter Printauflage mit Interviews, Songtexten, persönlichen Beiträgen der Band und Gesprächen mit beteiligten Künstlern.
Bono sagt zur Entstehung der EP, dass es ein „intensiver Moment der Wiederbegegnung“ war und führt weiter aus:
„Es war elektrisierend, wieder zu viert im Studio zu stehen. Die Songs auf ‘Days Of Ash’ unterscheiden sich deutlich von dem Material, das später in diesem Jahr auf dem Album erscheinen wird. Aber wir konnten sie nicht länger zurückhalten – sie wollten hinaus. Es sind Lieder des Widerstands, des Entsetzens, Klagen. Feierlichere Stücke folgen. Denn nichts an diesen Zeiten ist normal, auch wenn wir täglich Bilder davon auf unseren kleinen Bildschirmen sehen. Wir müssen uns dem stellen, um wieder Vertrauen in die Zukunft zu finden – und ineinander.“
Die EP „Days of Ash“ steht eigenständig, das nächste Studioalbum ist weiterhin für Ende 2026 angekündigt.
U2-Fans dürften wenig überrascht sein über den Inhalt der E. Politische Songs haben eine lange Tradition bei U2. „Sunday Bloody Sunday“ zum Beispiel aus dem Album „War“ von 1983 beschreibt die Gewalt des Nordirland Konflikts und bezieht sich auf die Erschießung von 14 unbewaffneten Demonstranten am 30. Januar 1972 in Derry durch britische Soldaten.
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