05.11.2020

Trump-Verteidiger Johnny Rotten flippt aus

Die Punk-Legende, die mit "This Is Not A Love Song" in den 80s chartete, verlor im TV-Interview die Fassung.

Fury In the Slaughterhouse mit Time to Wonder

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Koen Suyk / Good Morning Britain

Die Welt schaut in dieser Woche gebannt auf die Zahlen und Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl. Der Londoner John Lydon, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Johnny Rotten (Ex-Sex Pistols, PIL) ist seit 2013 US-Bürger und bricht derweil eine Lanze für sein Vorbild Donald Trump.

Welch ein skurilles Bild, mag man sich denken. Einer der sich dem Punk verschrieben hatte unterstützt einen Präsidenten der als rechter Populist gilt. Das sieht der Ex-Frontman der Punk-Rock-Band Sex Pistols allerdings anders. In der britischen Fernsehsendung „Good Morning Britain“ sagt er im Gespräch mit der Moderatorin:

"Ich komme aus der englischen Arbeiterklasse, es macht für mich vollkommen Sinn, für eine Person zu stimmen, die meine Leute anspricht (...) Trump ist kein Politiker. Er hat nie behauptet, es zu sein. Wie ungewöhnlich, außergewöhnlich wunderbar ist das für Leute wie mich?“

Als die Moderatorin versuchte eine Zwischenfrage zu stellen, fiel Rotten ihr wieder ins Wort und fuhr ganz aufgeregt fort:

„Sie können ihn einen Narzisst nennen, Sie können ihn böse nennen, er kann viele verschiedene Dinge sein. Aber er ist die einzige Hoffnung, denn das System ist wie immer ein Scheiß-System“.

Mit seinem Projekt "PIL" (Public Image Limited) und dem Song "This Is Not A Love Song" erreichte Johnny 1983 die Top 10 der deutschen Charts und verharrte ganze vier Monate in der Hitliste.

"Let Me Finish!" - Johnny Rotten (Sex Pistols) bei Good Morning Britain