Mario Adorf ist mit 95 Jahren gestorben
Am 8. April 2026 ist Mario Adorf in Paris gestorben. Der Schauspieler prägte über Jahrzehnte Film und Fernsehen. In den 80s spielte er den Haffenloher in der Fernsehserie "Kir Royal".
Am 8. April 2026 ist Mario Adorf in Paris gestorben. Der Schauspieler prägte über Jahrzehnte Film und Fernsehen. In den 80s spielte er den Haffenloher in der Fernsehserie "Kir Royal".
Das Podcast & Musikradio von 80s80s: die wichtigsten Hits der 80s und ihre Geschichten, erzählt von Peter Illmann.
Der deutsche Schauspieler Mario Adorf starb laut seinem langjährigen Manager Michael Stark nach kurzer Krankheit in seiner Wohnung in Paris. Geboren am 8. September 1930 in Zürich, wuchs er in schwierigen Verhältnissen auf und absolvierte seine Ausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München. Sein Durchbruch gelang ihm 1957 mit dem Film "Nachts, wenn der Teufel kam". Danach folgten internationale Engagements und eine jahrzehntelange Karriere in Kino, Fernsehen und auf der Bühne.
Mario Adorf begann seine Filmkarriere in den 50er Jahren und wurde früh auf Rollen als Täter oder Gegenspieler festgelegt. In "Winnetou I" aus 1963 spielte er die Figur Santer. Später arbeitete er mit Regisseuren wie Volker Schlöndorff zusammen und übernahm Rollen in "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" und "Die Blechtrommel".
In den 80er Jahren war er in zahlreichen Produktionen präsent, darunter "Momo" aus 1986 und die Fernsehserie "Kir Royal" aus 1986 von Helmut Dietl. Dort verkörperte er den Unternehmer Haffenloher und sprach den Satz "Ich mach dich fertig. Ich kauf dich einfach."
In den 80s wirkte Mario Adorf unter anderem in den Filmen "Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie" aus 1985 und "Franziskus" aus 1989 sowie in der Serie "Via Mala" aus 1985 mit.
Auch in späteren Jahren blieb Mario Adorf aktiv. 2018 spielte er im Dokudrama "Karl Marx – Ein deutscher Prophet" und 2019 veröffentlichte er mit "Es hätte schlimmer kommen können" einen Film über sein eigenes Leben. Insgesamt wirkte er laut Deutschem Filmmuseum in 221 Produktionen mit. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war er auch als Sprecher tätig und engagierte sich in der Deutschen Filmakademie, die er 2003 mitbegründete.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bambi, das Filmband in Gold und den Grimme Preis. Seit 2018 wird bei den Nibelungenfestspielen der Mario Adorf Preis vergeben. Privat war er seit 1985 mit der Fotografin Monique Faye verheiratet und lebte in Paris, Saint Tropez und München. Seine Tochter Stella stammt aus der Ehe mit der Schauspielerin Lis Verhoeven.
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