Guesch Patti ist im Alter von 80 Jahren gestorben
Nach langer Krankheit ist die französische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Guesch Patti in Paris gestorben. Mit dem Hit "Etienne" wurde sie Ende der 1980er Jahre europaweit bekannt.
Nach langer Krankheit ist die französische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Guesch Patti in Paris gestorben. Mit dem Hit "Etienne" wurde sie Ende der 1980er Jahre europaweit bekannt.
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Guesch Patti, mit bürgerlichem Namen Patricia Porrasse, ist in der Nacht zum 22. Juni 2026 im Alter von 80 Jahren in Paris gestorben. Das teilte ihr Agent Sébastien d’Assigny mit. Bekannt wurde die französische Künstlerin als Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin. Ihre Laufbahn begann jedoch im Tanz. Bereits als Kind wurde sie an der Pariser Oper ausgebildet. Später arbeitete Guesch Patti als Solotänzerin und wechselte anschließend in weitere künstlerische Bereiche. Ihren größten Bekanntheitsgrad erreichte sie mit dem Song "Etienne", der Ende der Achtzigerjahre internationale Aufmerksamkeit erhielt.
Die Karriere von Guesch Patti entwickelte sich zunächst außerhalb der Popmusik. Nach ihrer Ausbildung an der Pariser Oper arbeitete sie als Tänzerin und trat unter anderem an der Mailänder Scala auf. Außerdem arbeitete sie mit den Choreografen Roland Petit und Maurice Béjart.
Später übernahm sie die Hauptrolle im Musical "Les Misérables" und gründete das Trio Dacapo. Vor ihrer Solokarriere war sie zudem mit dem Pianisten Yves Gilbert verheiratet. Gemeinsam bildeten beide das Duo Yves et Patricia.
Der entscheidende Wendepunkt folgte 1987. In diesem Jahr veröffentlichte Guesch Patti den Song "Etienne". Der Titel wurde in mehreren europäischen Ländern erfolgreich und entwickelte sich zu ihrem bekanntesten Werk. Aufmerksamkeit erhielt das Lied nicht nur wegen seines Textes, sondern auch wegen des Schwarz Weiß Videos. Darin trat Guesch Patti in einem Mieder und Netzstrümpfen auf.
Das Video löste Diskussionen aus und wurde mehrfach ausgezeichnet. In Frankreich erreichte "Etienne" Platz 1 der Charts. Für ihren Erfolg erhielt Guesch Patti außerdem eine Victoire de la Musique als weibliche Nachwuchskünstlerin des Jahres.
Mit dem Album "Labyrinthe" festigte Guesch Patti ihren Bekanntheitsgrad. Zwar veröffentlichte sie später weitere Musik, doch kein Titel erreichte die gleiche öffentliche Wirkung wie "Etienne". Im Jahr 1988 folgte mit "Let Be Must the Queen" ein weiterer Hit.
Guesch Patti beschrieb sich selbst als "Chamäleon". Damit erklärte sie ihre Bereitschaft, in mehreren Kunstformen gleichzeitig zu arbeiten. Musik war nur ein Teil ihrer Tätigkeit. Nach ihrem Erfolg als Sängerin veröffentlichte sie weitere Alben, darunter "Nomades", "Gobe", "Blonde" und "Dernières nouvelles". Parallel dazu setzte sie ihre Arbeit für Theater und Film fort.
Als Schauspielerin war Guesch Patti unter anderem in den Filmen "Une pour toutes", "Elles", "Suzanne" und "Monsieur Max" zu sehen. Zudem wirkte sie an weiteren Kino, Kurz und Fernsehproduktionen mit. Auf der Bühne beteiligte sie sich an Projekten, die Theater und zeitgenössischen Tanz miteinander verbanden. Damit blieb sie auch nach ihrem größten musikalischen Erfolg in mehreren künstlerischen Bereichen aktiv.
Trotz der Popularität von "Etienne" äußerte sich Guesch Patti später kritisch über die Folgen des Erfolgs. In einem Interview mit AFP sagte sie 2001, das Lied habe ihre Karriere stark beeinträchtigt. Über den damaligen Medienrummel erklärte sie, „genug“ davon für den Rest ihres Lebens zu haben.
Nach ihrem Tod würdigte Agent Sébastien d’Assigny die Künstlerin mit den Worten, „bei allen, die sie auf der Bühne erleben durften, die Erinnerung an eine Frau, die in ihrem künstlerischen Ausdruck voller Lebensfreude war“ zu hinterlassen.
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