80 Fakten über Fancy
Wie wurde aus Manfred Segieth die Kunstfigur Fancy? Warum lehnte er den Starkult ab und was verbindet ihn mit Michael Jackson? 80 Fakten über eine der schillerndsten Figuren der 80er.
Wie wurde aus Manfred Segieth die Kunstfigur Fancy? Warum lehnte er den Starkult ab und was verbindet ihn mit Michael Jackson? 80 Fakten über eine der schillerndsten Figuren der 80er.
Ein eigenes Radio für den besonderen Synthie-Disco Sound der 80er.
01. Fancy wurde am 7. Juli 1946 in München geboren.
02. Sein bürgerlicher Name lautet Manfred Alois Segieth.
03. Fancy ist Sänger, Komponist, Musikproduzent und Arrangeur.
04. Unter den Künstlernamen Tess und Tess Teiges arbeitete Fancy als Produzent und veröffentlichte außerdem deutsche Schlagertitel.
05. Während seiner Schulzeit spielte Fancy in der Coverband Mountain Shadows, die unter anderem Songs von Cliff Richard interpretierte.
06. Er besuchte ein Gymnasium in Dillingen an der Donau.
07. Fancy lebte während seiner Schulzeit zeitweise in einem Klosterinternat.
08. Nach dem Abitur zog er nach München, um sich ganz der Musik zu widmen.
09. Vor seiner Karriere absolvierte Fancy eine Ausbildung zum Verlagskaufmann.
10. Im Musikverlagswesen lernte er den späteren Erfolgsproduzenten Frank Farian kennen.
11. Bereits in den 70er Jahren war Fancy als Produzent, Arrangeur und Komponist aktiv.
12. Als Parodist, Verwandlungskünstler und Zauberer stand Fancy ebenfalls auf der Bühne.
13. Mit seinem Label Tess Productions produzierte er regelmäßig neue Künstler.
14. Neben der Musik beschäftigte sich Fancy zeitweise auch mit der Gestaltung von Einrichtungen für Lokale und Diskotheken.
15. In den 70er Jahren produzierte er unter anderem für Hansa Records und gehörte später als einziger deutscher Popsänger mit zwei Titeln zu den Jahres-Top-Ten der US-Billboard-Dance-Charts.
16. 1984 gelang Fancy mit „Slice Me Nice“ der internationale Durchbruch.
17. Nach eigener Aussage entstand die Idee zu „Slice Me Nice“ unter dem Einfluss amerikanischer Dance-Acts wie Divine, Bobby Orlando und The Flirts.
18. Fancy erklärte, dass er den neuen Discosound mit einem bewusst satirischen Text verbinden wollte.
19. Den Künstlernamen Fancy entdeckte er in einem englischen Wörterbuch und entschied sich spontan dafür.
20. Sein auffälliges MakeUp, die große Sonnenbrille und das bewusst künstliche Bühnenimage waren von Anfang an fester Bestandteil der Kunstfigur Fancy.
21. Fancy orientierte sich bei seinem Musikstil am aufkommenden Dancefloor-Sound aus den USA.
22. Der für Fancy typische „Maschinen-Beat“ wurde zu seinem musikalischen Markenzeichen.
23. Sein stark geschminktes Gesicht machte Fancy in den 80er Jahren unverwechselbar.
24. Mit „Chinese Eyes“ gelang Fancy einer seiner größten internationalen Erfolge.
25. 1985 erreichte „Chinese Eyes“ Platz 2 der US-Billboard-Dance-Charts.
26. Die Songs „Chinese Eyes“ und „Come Inside“ brachten Fancy 1985 einen Platz in den Jahres-Top-Ten der US-Billboard-Dance-Charts.
27. Mit „Bolero (Hold Me in Your Arms Again)“ gelangen Fancy Top-10-Platzierungen in mehreren europäischen Ländern.
28. Für „Bolero“ erhielt Fancy in Spanien eine Goldene Schallplatte.
29. „Lady of Ice“ gehört bis heute zu den bekanntesten Titeln von Fancy.
30. Auch „Flames of Love“ entwickelte sich zu einem seiner größten internationalen Hits.
31. Das Debütalbum „Get Your Kicks“ erschien 1985 und legte den Grundstein für Fancys Albumkarriere.
32. Mit Alben wie „Contact“, „Flames of Love“ und „All My Loving“ baute Fancy seinen Erfolg in den 1980er Jahren weiter aus.
33. Auch nach den 80er Jahren veröffentlichte Fancy regelmäßig neue Studioalben, darunter „Forever Magic“, „Masquerade (Les Marionnettes)“ und „Viva la Vida“.
34. Insgesamt veröffentlichte Fancy mehr als ein Dutzend Studioalben.
35. Für ZYX Records produzierte Fancy zahlreiche Titel anderer Künstler.
36. 1985 remixte Fancy den Pet-Shop-Boys-Hit „West End Girls“.
37. Außerdem entstand unter seiner Regie ein Remix der Pet-Shop-Boys-Single „One More Chance“.
38. Als Produzent arbeitete Fancy unter anderem mit Grant Miller, Paul Mc Douglas und The Hurricanes zusammen.
39. Auch Künstlerinnen wie Linda Jo Rizzo gehörten später zu seinen musikalischen Partnern.
40. Fancy produzierte und remixte nicht nur eigene Titel, sondern arbeitete über Jahrzehnte hinweg auch für zahlreiche andere Interpreten.
41. In den 90er Jahren produzierte Fancy Musik für die Illusionsshows von Siegfried & Roy; auf dem Album "Dreams and Illusions", zu dem auch Michael Jackson einen Titel beisteuerte.
42. Auf diesem Album sang Fancy unter dem Künstlernamen Sarmoti den Titel „Magic of Your Mind“.
43. Mit „We Can Move a Mountain“ nahm Fancy im Jahr 2000 an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil und belegte den fünften Platz.
44. 2008 wurde „Slice Me Nice“ von Frauenarzt, DJ Manny Marc und Alexander Marcus unter dem Titel „Florida Lady“ neu interpretiert.
45. 2014 veröffentlichte Fancy eine Coverversion des Beatles-Klassikers „I Should Have Known Better“.
46. Das Album „Masquerade (Les Marionnettes)“ entstand 2021 in Zusammenarbeit mit Produzent Luis Rodriguez.
47. 2022 erschien mit „Diamonds Forever – Part 1“ ein von Luis Rodriguez produziertes Album mit Neuaufnahmen der größten Fancy-Hits.
48. Für das Album „Masquerade (Les Marionnettes)“ arbeitete Fancy außerdem mit Alfons Weindorf zusammen.
49. Das Duett „Summer Wine“ nahm Fancy gemeinsam mit Lian Ross auf.
50. Während der Corona-Pandemie nutzte Fancy die zusätzliche Zeit für intensive Studiosessions im Homeoffice.
51. Zum 40-jährigen Jubiläum von „Slice Me Nice“ erschien 2024 eine auf 1.000 Exemplare limitierte 10-Zoll-Vinyl mit neuen Remixen von Tobias Bernstrup und Ancient Methods.
52. 1999 veröffentlichte Fancy die Siegfried-&-Roy-Biografie „A Life Of Magic“.
53. 2019 erschien sein Buch „Life Of Fancy – The Interview“ gleichzeitig auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Russisch.
54. 2009 gründete Fancy die Deutsche Tigerstiftung, die später wieder aufgelöst wurde.
55. Über viele Jahre engagierte sich Fancy persönlich für den Schutz und das Wohlergehen von Tigern in Zoos.
56. 1998 erreichte „Best Of Fancy“ als erste Fetenhits-Kompilation die deutschen Albumcharts.
57. Im selben Jahr war Fancy gleichzeitig mit zwei verschiedenen Alben in den deutschen Albumcharts vertreten.
58. Für die Pet Shop Boys plante Fancy eine deutsche Version von „It's A Sin“ mit Hildegard Knef, das Projekt wurde jedoch nie umgesetzt.
59. Die Pet Shop Boys unterstützten die Idee, doch Hildegard Knef wollte ihren eigenen deutschen Text singen.
60. 2013 nahm Fancy an der Sat.1-Show „Promi Big Brother“ teil.
61. Im Jahr 2024 startete Fancy seine Deutschland-Tour zum 40-jährigen Bühnenjubiläum.
62. Die Jubiläumstour begann am 8. September 2024 im Berliner Privat-Club in Kreuzberg.
63. Auf der Tour konzentrierte sich Fancy bewusst auf seine Klassiker aus den 1980er Jahren und verzichtete auf Songs seines Albums "Viva la Vida".
64. Zwischen den Liedern erzählte Fancy seinem Publikum regelmäßig Geschichten über die Entstehung seiner Songs und seine Karriere.
65. Die Jubiläumsausgabe von „Slice Me Nice“ erschien zusätzlich mit der Unterschrift von Fancy in einer limitierten Sammlerauflage.
66. Bei seinen Clubkonzerten nimmt sich Fancy nach dem Auftritt oft viel Zeit für Autogramme und Fotos mit den Fans.
67. Fancy betont, dass er gesundheitlich keinen Grund sieht, seine Karriere zu beenden.
68. Nach eigener Aussage überraschte Fancy das große Interesse eines jüngeren Publikums an seinen Clubkonzerten.
69. Für Fancy war es wichtig, sich immer wieder musikalisch weiterzuentwickeln und neue Remix-Versionen seiner Klassiker zu veröffentlichen.
70. Er sieht die intime Atmosphäre kleiner Clubs als reizvolle Alternative zu großen Konzerthallen.
71. Fancy traf in den 70er Jahren den Gitarristen Jimi Hendrix.
72. Außerdem hatte Fancy einen Termin mit Giorgio Moroder in den Berliner Hansa-Studios, aus einer Zusammenarbeit wurde jedoch nichts.
73. Seinen ersten Kontakt zu Frank Farian hatte Fancy bereits während seiner Tätigkeit im Musikverlagswesen.
74. Fancy erzählte, dass die Partnerin von Frank Farian den Spitznamen „Milli“ trug und damit Namensgeberin für das Duo Milli Vanilli wurde.
75. Seit einer Wette mit Siegfried Fischbacher verzichtet Fancy nach eigenen Angaben weitgehend auf Alkohol.
76. Fancy erklärte mehrfach, dass ihn nie der Wunsch nach Berühmtheit antrieb, sondern vor allem das Produzieren von Musik.
77. Schon früh verfolgte Fancy das Ziel, gleichzeitig Künstler und Produzent zu sein – damals eine ungewöhnliche Kombination.
78. Er entwickelte für seine Bühnenfigur bewusst ein eigenes Outfit und ein unverwechselbares Image.
79. Obwohl Fancy häufig für einen italienischen Künstler gehalten wurde, stammt er aus München.
80. Mehr als vier Jahrzehnte nach seinem Durchbruch steht Fancy noch immer regelmäßig auf der Bühne und veröffentlicht weiterhin neue Musik.