Der frühere Scorpions-Bassist Francis Buchholz ist tot
Als die Scorpions in den 80ern weltweit erfolgreich wurden, war Francis Buchholz ihr Bassist. Seine Arbeit steht für eine Phase, in der deutscher Rock globale Reichweite bekam.
Als die Scorpions in den 80ern weltweit erfolgreich wurden, war Francis Buchholz ihr Bassist. Seine Arbeit steht für eine Phase, in der deutscher Rock globale Reichweite bekam.
Francis Buchholz, geboren am 19. Februar 1954 in Hannover, griff früh zum Bass und sammelte Erfahrungen in Rock-, Blues- und Jazzbands, parallel zu einem Maschinenbaustudium.
1973 kam es zu dem Zusammenschluss, der die Laufbahn von Francis Buchholz bestimmen sollte. Seine Band Dawn Road ging in den Scorpions auf, damals bestehend aus Klaus Meine und Rudolf Schenker.
Noch im selben Jahr erschien mit "Fly To The Rainbow" das erste gemeinsame Album dieser Besetzung. In den folgenden Jahren war Francis Buchholz an allen Studio- und Livealben beteiligt, die den internationalen Weg der Band vorbereiteten. Dazu zählen "In Trance", "Virgin Killer", "Taken by Force" und das Livealbum "Tokyo Tapes".
In den 80ern folgten "Lovedrive", "Animal Magnetism", "Blackout" und "Love At First Sting", später "World Wide Live", "Savage Amusement" und schließlich "Crazy World", auf dem auch "Wind of Change" erschien.
In dieser Phase verkauften die Scorpions weltweit über 30 Millionen Tonträger und erhielten mehr als 50 Gold- und Platin-Auszeichnungen. 1992 verließ Francis Buchholz die Scorpions und zog sich aus dem Tourbetrieb zurück. Danach arbeitete Francis Buchholz unter anderem als Produzent, als Autor des Lehrbuchs "Bass Magic" sowie als Musiker mit Projekten wie Michael Schenker’s Temple of Rock weiter.
Am 22. Januar 2026 ist Francis Buchholz nach einer Krebserkrankung gestorben. In dem Statement seiner Familie heißt es, Francis Buchholz sei „nach einem privaten Kampf gegen den Krebs friedlich gegangen, umgeben von Liebe“.
Weiter schreibt die Familie, man habe Francis Buchholz während dieser Zeit begleitet und „jede Herausforderung gemeinsam getragen, genau so, wie er es uns beigebracht hat“.
Auch an die Fans richtet sich die Mitteilung ausdrücklich. Man danke ihnen für „die unerschütterliche Loyalität, die Liebe und den Glauben, den ihr ihm während seiner außergewöhnlichen Reise geschenkt habt“.
Abschließend heißt es: „Auch wenn die Saiten jetzt still sind, bleibt seine Seele in jeder Note, die er gespielt hat, und in jedem Leben, das er berührt hat.“
Francis Buchholz hinterlässt seine Ehefrau Hella, seinen Sohn Sebastian sowie die Zwillingstöchter Louisa und Marietta.
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