HipHop-Pionier Afrika Bambaataa ist tot
Der umstrittene US-Musiker Afrika Bambaataa ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Sein Einfluss auf den 80s HipHop prägt das Genre bis heute. Mit "Planet Rock" wurde er 1982 weltbekannt.
Der umstrittene US-Musiker Afrika Bambaataa ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Sein Einfluss auf den 80s HipHop prägt das Genre bis heute. Mit "Planet Rock" wurde er 1982 weltbekannt.
Bei 80s80s HIPHOP lebt genau der Sound weiter, den Afrika Bambaataa früh geprägt hat. Mit „Planet Rock“ aus dem Jahr 1982 verband er elektronische Einflüsse mit Rap und legte damit eine Grundlage für den HipHop der 80s. Jetzt hier einschalten!
Der US Musiker und Produzent Afrika Bambaataa ist laut seinem früheren Label Tommy Boy Records gestorben. Er wurde 68 Jahre alt. Nach Angaben seines Anwalts starb er an den Folgen einer Krebserkrankung im US Bundesstaat Pennsylvania. Geboren wurde er als Lance Taylor im New Yorker Stadtteil Bronx. Dieser Ort gilt als zentral, weil dort seine musikalische Arbeit begann und sich die frühe Hip Hop Szene entwickelte, in der er aktiv war.
Afrika Bambaataa begann seine Karriere mit Blockpartys in der Bronx. Er griff früh elektronische Einflüsse auf und kombinierte sie mit HipHop. 1982 veröffentlichte er den Song "Planet Rock", der weltweit bekannt wurde. Produziert von Arthur Baker, verband der Song elektronische Sounds mit Rap Elementen. Der Sound war unter anderem von der deutschen Gruppe Kraftwerk beeinflusst und löste eine Welle von Electro Rap Produktionen aus. Der Song erreichte hohe Chartplatzierungen und verkaufte sich mehr als 650.000 Mal.
Neben seiner Musik gründete Afrika Bambaataa bereits 1973 die Organisation Universal Zulu Nation. Diese Gruppe nutzte HipHop gezielt, um Jugendlichen eine Alternative zu Gewalt zu bieten. Laut Aussagen von Kurtis Blow, Musiker und Leiter der HipHop Alliance, half Afrika Bambaataa, die Kultur als globale Bewegung zu definieren. Er beschrieb deren Grundlage mit den Worten "Frieden, Einheit, Liebe und Spaß".
Ein zentraler Punkt seiner Arbeit war die Festlegung von vier Elementen des HipHop: DJing, Graffiti, Breakdance und Rap. Diese Definition verbreitete sich international und wurde zu einem festen Bezugspunkt innerhalb der Szene.
Die Karriere von Afrika Bambaataa wurde später von schweren Vorwürfen begleitet. Mehrere Männer erklärten, er habe sie in den 80s und 90s sexuell missbraucht, als sie minderjährig gewesen seien. Afrika Bambaataa wies diese Anschuldigungen zurück und wurde nie strafrechtlich verurteilt. Im Jahr 2025 verlor er jedoch einen Zivilprozess, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.
Bereits 2016 veröffentlichte die Universal Zulu Nation einen offenen Brief, in dem sich Mitglieder bei Betroffenen entschuldigten und erklärten, Hinweise auf Vorfälle nicht öffentlich gemacht zu haben. Innerhalb der HipHop Szene führte dies zu unterschiedlichen Reaktionen. Einige Akteure distanzierten sich, andere betonten weiterhin seine musikalische Bedeutung.
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