Der Dandy & der Discostar
Bryan Ferry und Nile Rodgers verbindet eine besondere Geschichte, die bis in die 70er zurückreicht. Jetzt gibt es ein neues Kapitel und das dürfte Fans beider Musiklegenden mächtig neugierig machen.
Bryan Ferry und Nile Rodgers verbindet eine besondere Geschichte, die bis in die 70er zurückreicht. Jetzt gibt es ein neues Kapitel und das dürfte Fans beider Musiklegenden mächtig neugierig machen.
Ein eigenes Radio für den relaxten Feel Good Sound der 80er.
Die Zusammenarbeit der beiden Legenden startete vor über vier Jahrzehnten. Produzentenlegende und Gitarrist Nile Rodgers hat verraten, dass Bryan Ferry und seine Band Roxy Music entscheidenden Einfluss auf die Entstehung der Band Chic hatten.
Als Nile Rodgers die Band Roxy Music in den 70ern live sah, beeindruckten ihn nicht nur die Songs, sondern auch der stylische Auftritt der Band. Danach war für ihn und seinen Partner Bernard Edwards klar: Chic sollte Musik und Mode genauso konsequent miteinander verbinden. Bryan Ferry bezeichnet Nile Rodgers bis heute als seinen Helden und seine Muse.
Und die Verbindung lebt weiter: Nile Rodgers und Bryan Ferry waren jetzt gemeinsam im Studio und haben gleich fünf neue Songs aufgenommen. Titel oder Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Aber nach mehreren gemeinsamen Projekten seit den 80ern geht ihre musikalische Geschichte damit in die nächste Runde.
Nile Rodgers und Bryan Ferry blicken auf eine jahrzehntelange musikalische Beziehung zurück, die weit über ein reines Studio-Treffen hinausgeht. Die beiden Ausnahmekünstler standen bereits für mehrere renommierte Alben und Soundtracks gemeinsam im Studio:
Nile Rodgers, geboren 1952 in New York City, ist einer der einflussreichsten Gitarristen, Songwriter und Produzenten der modernen Musikgeschichte. Mitte der 1970er-Jahre gründete er gemeinsam mit dem Bassisten Bernard Edwards die Band Chic. Mit Welthits wie „Le Freak“ und „Good Times“ revolutionierten sie die Disco- und Funkmusik.
Rodgers entwickelte dabei einen völlig neuartigen, extrem perkussiven Gitarrenstil – das sogenannte „Chucking“ –, der bis heute als Meilenstein des Rhythmusspiels gilt und die Geburtsstunde des Hip-Hop (über das Sample in „Rapper’s Delight“) maßgeblich prägte.
Als die 70s-Disco-Ära endete, transformierte Nile Rodgers seinen Stil in die Poplandschaft als Produzent. Er wurde zum Königsmacher der 1980er-Jahre und verlieh Megastars ihren ultimativen Sound: Er produzierte David Bowies kommerziell erfolgreichstes Album „Let’s Dance“, Madonnas Durchbruch-Klassiker „Like a Virgin“ sowie Hits (bis heute) für Duran Duran und Diana Ross.
Auch im 21. Jahrhundert blieb sein Einfluss ungebrochen, was sich unter anderem in seiner spektakulären Zusammenarbeit mit Daft Punk für den Welthit „Get Lucky“ (2013) zeigte. Rodgers’ Lebenswerk wurde unter anderem mit der Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame gewürdigt.
Bryan Ferry, geboren 1945 im englischen Washington, gilt als der Inbegriff des stilvollen, intellektuellen Popstars. Als Frontmann, Sänger und Hauptsongschreiber der 1970 gegründeten Band Roxy Music schuf er eine völlig neue Verbindung aus Rock, Avantgarde, Elektronik und Mode.
Alben wie „For Your Pleasure“ oder das spätere Meisterwerk „Avalon“ (1982) mit Hits wie „More Than This“ machten Roxy Music zu Pionieren des Post-Punk, New Wave und Synth-Pop.
Bryan Ferry bestach von Beginn an durch sein außergewöhnliches Image: Als charismatischer Dandy in makellosen Designer-Anzügen kreierte er den „Glamour-Pop“ und bewies, dass Popmusik ein Gesamtkunstwerk aus Sound und visueller Ästhetik sein kann. Seine unverkennbare, oft melancholische Stimme mit dem charakteristischen Vibrato trug er ab den 1970er-Jahren auch in eine erfolgreiche Solokarriere.
Auf Soloalben wie „Boys and Girls“ (1985) perfektionierte er einen eleganten, erwachsenen Popsound. In der Musikwelt wird Bryan Ferry bis heute als einer der stilprägendsten britischen Musiker gefeiert, der Generationen von New-Wave- und Indie-Bands inspirierte.
„Slave to Love“ – elegant, zeitlos, makellos. Doch der Weg dorthin war alles andere als perfekt. Als der den Song bei Live Aid spielt, erlebt Bryan Ferry einen der schlimmsten Auftritte seiner Karriere. Wieso das Lied trotzdem ein Hit wurde, hört ihr in dieser Folge.
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