Brian May, Queen (2022)
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Brian May, Queen (2022)
06.10.2026

Brian May stellt klar: Queen-Touren nicht ausgeschlossen

Der Queen-Gitarrist hat sich bewusst eine Pause vom Tourleben genommen. Berichte über ein endgültiges Aus weist Brian May jetzt aber zurück: Was die Zukunft bringt, lasse er ausdrücklich offen.

Queen mit Sheer Heart Attack

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Brian May hat bewusst eine Pause vom Tourleben eingelegt

Mehr als zwei Jahre nach dem bislang letzten Konzert von Queen + Adam Lambert ist klar: Brian May möchte derzeit nicht wieder in den klassischen Tourbetrieb einsteigen. Der 79-Jährige hatte sich bereits im vergangenen Jahr entschieden, eine Pause vom ständigen Reisen einzulegen.

Daraus wurde zuletzt allerdings teilweise die Aussage, Brian May wolle mit Queen überhaupt nicht mehr auf Tour gehen. Genau dem widerspricht er nun selbst. Auf Instagram bezeichnete er diese Darstellung als Fehlinterpretation seiner Worte. Er habe nie gesagt, dass Queen niemals wieder touren würden.

„Ich könnte niemals niemals sagen“, stellte Brian May klar. Seine Entscheidung habe ausschließlich darin bestanden, sich zunächst vom Touren zurückzuziehen.

Die Gründe für diese Pause bleiben dieselben: Hotels, feste Reisepläne und lange Abwesenheiten lassen sich für ihn zunehmend schwer mit seinem Leben außerhalb der Bühne vereinbaren. Nach rund 50 Jahren auf Tour wollte Brian May wieder mehr Kontrolle darüber haben, wie und wo er seine Zeit verbringt.

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Queen + Adam Lambert (2022)
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Queen + Adam Lambert (2022)

Ein Todesfall machte Brian May klar, was ihm auf Tour fehlt

Besonders deutlich wurde ihm das nach eigener Schilderung durch den Tod eines engen Freundes, während Queen in den USA unterwegs waren. Brian May wollte für einige Tage nach Hause fliegen und anschließend zur Tour zurückkehren. Seine Tourmanagerin machte ihm jedoch klar, wie schwierig das im eng getakteten Ablauf einer solchen Produktion gewesen wäre.

Dieser Moment habe ihm gezeigt, wie wenig persönliche Freiheit das Tourleben noch zuließ.

Brian May nennt dabei konkrete Dinge, für die er mehr Zeit haben möchte: seine Frau Anita Dobson, seine Enkelkinder und die Astrophysik, mit der er sich seit vielen Jahren intensiv beschäftigt. Gegenüber der Times hatte er erklärt, nach jahrzehntelangem Touren möglicherweise an einem Punkt angekommen zu sein, an dem eine Pause notwendig sei.

Ein Abschied von der Musik oder von Queen war damit allerdings nicht gemeint. Erst vor wenigen Tagen spielte May bei einem Londoner Konzert von Queen-Schlagzeuger Roger Taylor mit. Die bislang letzte reguläre Queen-Tour liegt ebenfalls noch nicht weit zurück: Queen + Adam Lambert beendeten ihre „Rhapsody“-Tour am 14. Februar 2024 im Tokyo Dome.

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Brian May bei der Weltpremiere von „The Wizard of Oz“ in der Sphere in Las Vegas am 28. August 2025.
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Brian May bei der Weltpremiere von „The Wizard of Oz“ in der Sphere in Las Vegas am 28. August 2025.

Brian May und Roger Taylor arbeiten weiter an Queen-Projekten

Auch in seinem aktuellen Statement macht Brian May deutlich, dass bei Queen keineswegs Stillstand herrscht. Er selbst habe viel Musik gemacht und arbeite gemeinsam mit Roger Taylor ständig an Queen-Projekten hinter den Kulissen.

Wie diese Projekte künftig aussehen, lässt er offen. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt“, schreibt Brian May. Gleichzeitig betont er, weiterhin offen für neue Abenteuer zu sein.

Damit bleibt auch eine Rückkehr auf größere Bühnen grundsätzlich möglich. Lediglich eine klassische monatelange Tournee scheint für May derzeit nicht das Modell zu sein, das ihn reizt.

Gerade deshalb könnte für Queen künftig ein anderes Modell interessant werden. Brian May beschäftigt sich seit einem Besuch im Sommer 2025 im Sphere in Las Vegas mit der Idee einer großen Show an einem festen Ort. Die kugelförmige Konzerthalle arbeitet mit riesigen LED-Flächen und einem aufwendigen Soundsystem und ist für Produktionen gebaut, die weit über ein normales Bühnenkonzert hinausgehen.

Für Brian May hätte ein solches Modell einen offensichtlichen Vorteil: Queen könnten eine technisch aufwendige Produktion spielen, ohne dafür monatelang durch verschiedene Länder reisen zu müssen.

Nach seinem Besuch entwarf Brian May nach eigener Aussage bereits eine komplette Queen-Produktion für die Sphere. Auch Roger Taylor hält ein neues immersives Format grundsätzlich für denkbar.

Eine digitale Queen-Version nach dem Vorbild der ABBA-Show „Voyage“ soll daraus allerdings nicht automatisch werden. May und Taylor haben zwar darüber gesprochen, mit neuer Technik auch Freddie Mercury und John Deacon stärker in eine Show einzubeziehen. Gleichzeitig steht May dem Einsatz künstlicher Intelligenz kritisch gegenüber.

Fest steht deshalb derzeit vor allem eines: Brian May hat das Tourleben auf Eis gelegt, Queen für die Zukunft aber keineswegs.

Das bis dato letzte Konuert von Queen + Adam Lambert in Tokyo

Queen + Adam Lambert - Bohemian Rhapsody (Tokyo Dome 2024-02-13)
Queen + Adam Lambert - Bohemian Rhapsody (Tokyo Dome 2024-02-13)
Folge 204 | 16.03.2026 | 7:38

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Freddie Mercury im Minirock, mit Schnurrbart und Staubsauger. Plötzlich steht ganz Amerika Kopf. „I Want To Break Free“ wird in Großbritannien gefeiert, von MTV verbannt und in Südamerika zur Hymne gegen Unterdrückung. Wie ein Popsong die Welt spaltete, hört Ihr in dieser Folge.

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