Auch in seinem aktuellen Statement macht Brian May deutlich, dass bei Queen keineswegs Stillstand herrscht. Er selbst habe viel Musik gemacht und arbeite gemeinsam mit Roger Taylor ständig an Queen-Projekten hinter den Kulissen.
Wie diese Projekte künftig aussehen, lässt er offen. „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt“, schreibt Brian May. Gleichzeitig betont er, weiterhin offen für neue Abenteuer zu sein.
Damit bleibt auch eine Rückkehr auf größere Bühnen grundsätzlich möglich. Lediglich eine klassische monatelange Tournee scheint für May derzeit nicht das Modell zu sein, das ihn reizt.
Gerade deshalb könnte für Queen künftig ein anderes Modell interessant werden. Brian May beschäftigt sich seit einem Besuch im Sommer 2025 im Sphere in Las Vegas mit der Idee einer großen Show an einem festen Ort. Die kugelförmige Konzerthalle arbeitet mit riesigen LED-Flächen und einem aufwendigen Soundsystem und ist für Produktionen gebaut, die weit über ein normales Bühnenkonzert hinausgehen.
Für Brian May hätte ein solches Modell einen offensichtlichen Vorteil: Queen könnten eine technisch aufwendige Produktion spielen, ohne dafür monatelang durch verschiedene Länder reisen zu müssen.
Nach seinem Besuch entwarf Brian May nach eigener Aussage bereits eine komplette Queen-Produktion für die Sphere. Auch Roger Taylor hält ein neues immersives Format grundsätzlich für denkbar.
Eine digitale Queen-Version nach dem Vorbild der ABBA-Show „Voyage“ soll daraus allerdings nicht automatisch werden. May und Taylor haben zwar darüber gesprochen, mit neuer Technik auch Freddie Mercury und John Deacon stärker in eine Show einzubeziehen. Gleichzeitig steht May dem Einsatz künstlicher Intelligenz kritisch gegenüber.
Fest steht deshalb derzeit vor allem eines: Brian May hat das Tourleben auf Eis gelegt, Queen für die Zukunft aber keineswegs.