Das Museum tanzt!
Für die Veröffentlichung seiner ersten Vinyl-Platte „Pappagallo“ hat sich der Berliner Tommy Countach eine ganz besondere Location ausgesucht
Für die Veröffentlichung seiner ersten Vinyl-Platte „Pappagallo“ hat sich der Berliner Tommy Countach eine ganz besondere Location ausgesucht
Ein eigenes Radio für den besonderen Synthie-Disco Sound der 80er.
Wenn es um Synthie-Sound im 80s-Style im neuen Gewand geht, ist Tommy Countach längst über die Berliner Szene hinaus ein Begriff. Für die Record-Release seiner ersten Vinyl-Platte „Pappagallo“ beamt Tommy Countach ins Synthesizer-Museum-Berlin mit einer historischen Live-Show – dabei spielt er auf legendären Exponaten wie dem Roland System 700, dem Jupiter-8 und dem Yamaha CS-80: 80s-Feeling pur, mit einem gehörigen Schlag Futurismus.
Wenn man ein leidenschaftlicher Sammler und Fan von Synthesizern ist, wo
wäre man auch sonst für eine Record-Release-Party besser aufgehoben als in dieser
einzigartigen Location in Berlin-Kreuzberg. Im Synthesizer-Museum Berlin
kann sich jeder davon überzeugen, wie der Orginalsound (auch) der 80s klingt. Von Kraftwerk bis New Order – hier tönen die Geräte, die die 80s auf dem Dancefloor zum Laufen brachten.
Der junger Berliner Tommy Countach (37), mit seiner einzigartig großen Leidenschaft für diesen Synthie-Sound, ist auch dem sogenannten Mainstream längst bekannt u.a. als Support-Act des überaus erfolgreichen Italo-Disco-Duos Mind Enterprises.
Tommy Countach hat sich eine beeindruckende Sammlung originaler Synthesizer aus den Achtzigern aufgebaut. Und die sind bei ihm keineswegs nur Dekoration. Tommy produziert seine Musik fast ausschließlich mit den alten Geräten, statt die legendären Sounds einfach am Computer nachzubauen. Bei seinen Auftritten baut er die Geräte um sich herum auf, fast so wie bei den legendären Auftritten Giorgio Moroders in den späten 70s. Die Videos und Auftritte sind schrill, bunt und begleitet von ehrlicher Leidenschaft für den woanders oft nur unernst adaptieren Stil des Neon-Sound-Jahrzehnts.
Tommy Countach ist Musiker und Synthesizer-Nerd aus Berlin. Eigentlich ist er rein altermäßig ein Kind der 90er und war auch mal Keyboarder bei Captain Hollywood Project. Der 80s-Sound hat es ihm allerdings besonders schwer angetan:
„An den alten Synths gefällt mir neben dem Klang vor allem die Haptik, aber auch die technischen Einschränkungen und Eigenheiten, die jedes Gerät im Gegensatz zu einem Laptop mit sich bringt. Sie zwingen mich quasi dazu, mit dem, was da ist, kreativ zu werden. Zu einem analogen Instrument kann ich viel besser eine Connection aufbauen und mit ihm interagieren. Genau davon lebt elektronische Musik. Statische Töne wirken schnell langweilig. Klar kann man auch am Computer Bewegung in jeden Sound programmieren, aber es ist nie so natürlich und spaßig, wie auf einem analogen Instrument Tasten zu drücken oder an Reglern zu drehen.“
Billig ist dieser „echte“ Spaß allerdings nicht, aber:
„Als ich nach dem Studium das erste Mal ein bisschen Geld verdient habe, bin ich gleich shoppen gegangen und habe mir mein Live-Setup zusammengestellt. Damit schreibe ich nun auch meine Songs – weit weg vom Computer.“
Wie das klingt haben Fans europaweit bei diversen Gigs bereits erfahren. Nächste
einzigartige Gelegenheit.
Am 6. November 2026 kann man Tommy Countach im Synthesizer-Museum Berlin live erleben. Anlass ist die Release-Party seiner ersten Vinyl-Veröffentlichung „Pappagallo“. Die EP bietet elektronische Sounds zwischen 80er Hi-NRG und Italo Disco und ist auch digital über Bandcamp erhältlich.
Der Veranstaltungsort passt perfekt zum Musiker: Das Synthesizer-Museum in Berlin-Kreuzberg wurde 2025 eröffnet und ist ein Paradies für Fans elektronischer Musik. Rund 50 historische Instrumente erzählen hier die Geschichte des Synthesizers. Viele davon dürfen die Besucher sogar selbst ausprobieren.
Für seinen Auftritt darf Tommy Countach auf einige ganz besondere Schätze des Museums zurückgreifen. Darunter sind der legendäre Roland Jupiter-8, der Yamaha CS-80 und das Roland System 700. Diese Instrumente haben den elektronischen Sound der Achtziger entscheidend mitgeprägt und erzielen unter Sammlern heute Höchstpreise. Mit einem der wohl teuersten Live-Setups seiner Art wird der Abend zu einem modernen Trip in die analoge Welt der Synthesizer. Als Support ist Professor Dictabeat dabei.
Auf einen seiner sonstigen Begleiter muss Tommy Countach an diesem Abend allerdings verzichten: den Lamborghini Countach. Der Sportwagen ist nicht nur Namensgeber seines Künstlernamens, sondern auch häufig an seiner Seite zu sehen. Allerdings ist die gelbe Leihgabe eines Freundes dann doch etwas zu groß für das Museum in Kreuzberg am Kottbusser Tor.
Das Konzert findet am Freitag, 6. November 2026, von 19:30 bis 23:00 Uhr statt. Tickets kosten 15 Euro. Das Synthesizer-Museum befindet sich in der Skalitzer Straße 135A, 10999 Berlin, direkt am Kottbusser Tor. Der Eingang liegt neben dem REWE-Supermarkt. Dort geht es durch die Stahltür rechts, an der Besucher klingeln müssen.
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