Godley & Creme - Cry

Godley & Creme Cry
Godley & Creme Cry

Godley & Creme "Cry"

Jahr: 1985
Länge: 4:31
Album: Born in the U.S.A.
Label: Polydor

Godley & Creme "Cry" aus dem Jahr 1985

Godley & Creme (Kevin Godley und Lol Crème) hatten in den 70s mit ihrer Band 10cc sehr große Erfolge gefeiert. Auch als Duo waren sie in den späten 70s erfolgreich. In den frühen 1980ern machten sie sich einen Namen bei der Produktion diverse Musikvideos, unter anderem für Duran Duran ("Girls On Film", "A View To A Kill") und Visage ("Fade to Grey"). 1985 griffen sie auf ihre Erkenntnisse aus diesen Produktionen zurück und produzierten das damals vollkommen verblüffende Video zu "Cry".

Erstmals wurde der Öffentlichkeit die Technik des Fadings in der Videoproduktion bekannt. Die Darsteller werden im Video analog gemorpht, also in Überblendungen gewechselt. Die Zwischenübergänge finden durch Überblendung statt, in der analogen Produktion ein sehr aufwändiger Prozess. 1985 waren die TV-Zuschauer von dem Video verzaubert, es war in aller Munde, und "Cry" ging in Deutschland auf Platz 7 in den Charts.

Rückblickend ist das Video von Godley & Creme handwerklich mehr als enttäuschend, die Blenden sind teilweise hektisch, die Schauspieler bewegen sich nicht korrekt und sind nicht sauber im Bild positioniert. Kein Wunder also, dass das Video über keinen offiziellen YouTube-Account verfügbar ist, derzeit kann es hier angesehen werden. Zudem hatte King Crimson für das Video "Heartbeat" schon 1982 derartige Schnitttechniken verwendet, wenn auch weitaus weniger erfolgreich und weniger konsequent umgesetzt. Im Vergleich zum digitalen Morphing (ab Minute 5:20) eines "Black Or White" von Michael Jackson ist "Cry" jedenfalls eine krasse Enttäuschung.

Zum Vergleich: Michael Jackson "Black Or White"

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