Warum wollte zunächst niemand den Song singen?
Jahr: 1983
Länge: 04:55
Album: Success
Label: CBS
Die Geschichte von "It's Raining Men" begann bereits Mitte der 70er Jahre in der New Yorker Clubszene. Der Songwriter Paul Jabara hatte mit „One Man Ain’t Enough“ erste Aufmerksamkeit in schwulen Clubs erregt, konnte damit jedoch keinen kommerziellen Erfolg erzielen. Dennoch etablierte er sich in der Musikbranche und schrieb später Hits für Stars wie Barbra Streisand, Diana Ross und insbesondere „Last Dance“ für Donna Summer.
Ende der 70er wollte Jabara einen neuen Song schreiben – größer, auffälliger, provokanter. Gemeinsam mit Paul Shaffer entstand in kurzer Zeit „It’s Raining Men“. Doch was musikalisch funktionierte, wurde inhaltlich zum Problem.
Vor allem Donna Summer lehnte den Song entschieden ab. Nach ihrer religiösen Hinwendung empfand sie die Kombination aus Disco und „Hallelujah“ als blasphemisch. Sie bezeichnete den Song als verwerflich und schickte Jabara sogar eine Bibel. Auch andere große Namen wie Diana Ross, Cher oder Patti LaBelle sagten ab. Damit war klar: Der Song musste ohne prominente Stimme auskommen.
Wie wurde aus einem Clubtrack doch noch ein Welthit?
1982 nahmen schließlich zwei Backgroundsängerinnen den Song auf, die damals noch unter dem Namen „Two Tons of Fun“ auftraten. Kurz darauf wurden sie als The Weather Girls bekannt. Die Single erschien im September 1982 und schaffte es zunächst nur in die US-Clubcharts – ein Achtungserfolg, aber noch kein Durchbruch.
Die entscheidende Wendung kam durch die TV-Show von David Letterman. In seiner Late-Night-Sendung machte er sich immer wieder scherzhaft über Paul Shaffers angeblichen „Hit“ lustig. Diese wiederkehrenden Gags sorgten dafür, dass der Song Aufmerksamkeit bekam. Als The Weather Girls schließlich selbst in der Show auftraten, erreichte „It’s Raining Men“ ein Millionenpublikum.
Danach ging es schnell: Der Song stieg in die Billboard-Charts ein und verbreitete sich international. Besonders in der queeren Szene entwickelte er sich zur Hymne. Die Mischung aus Gospel-Elementen, Humor und Übertreibung traf den Zeitgeist der 80er perfekt. In Clubs, auf Pride-Partys und in Drag-Shows wurde der Song zum Dauerbrenner.
Peters Pop Stories
Zu fast jedem großen Hit der 80s gibt es eine Geschichte. Und wenn jemand diese Stories kennt, dann Peter Illmann. Im Podcast erzählt er die spannendsten, unglaublichsten und schönsten Geschichten zu den 80s-Hits, die ihr liebt. Jede Woche gibt´s eine neue Folge - viel Spaß!
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