Bubbles: Die Rente ist sicher
Der Schimpanse von Michael Jackson ist inzwischen 43 Jahre alt und im Ruhestand. Wo lebt Bubbles heute und wie geht es ihm?
Der Schimpanse von Michael Jackson ist inzwischen 43 Jahre alt und im Ruhestand. Wo lebt Bubbles heute und wie geht es ihm?
"Big Bubbles – No Troubles" (die Zeile stammt aus dem gleichnamigen Song von Ellis, Beggs & Howard aus dem Jahr 1988) - so möchte man es fast formulieren.
1987 kursierten besonders viele Bilder von Bubbles und Michael Jackson. Bubbles war damals 4 Jahre alt und wich Michael Jackson, der zu diesem Zeitpunkt 29 war, kaum von der Seite. Der junge Schimpanse verbrachte sogar die Nächte bei ihm. Ende der 80er-Jahre waren Michael Jackson (†50) und Bubbles ein außergewöhnliches Duo. Der Affe erlangte beinahe ebenso große Bekanntheit wie der „King of Pop“ selbst, sogar den legendären „Moonwalk“ soll er beherrscht haben.
Michael Jackson behandelte Bubbles wie ein eigenes Kind: Er teilte mit ihm Hotelzimmer und nahm ihn sogar mit auf Tourneen, unter anderem nach Japan. Doch mit zunehmendem Alter änderte sich sein Verhalten.
Als Bubbles in die Pubertät kam, wurde er immer unberechenbarer und aggressiver, so dass ein Zusammenleben mit Menschen schließlich nicht mehr möglich war. 2003 musste Michael Jackson sich daher von ihm trennen.
Zunächst kehrte Bubbles zu seinem früheren Trainer zurück, wo er in eher einfachen Verhältnissen lebte. Zwei Jahre später, 2005 – also noch vor Jacksons Tod – fand er schließlich ein dauerhaftes Zuhause im „Center for Great Apes“ in Florida, einem Altersruhesitz für Menschenaffen. Anlässlich des Jackson-Films „Michael“ berichteten seine Betreuer nun über sein heutiges Leben.
Laut einem Sprecher der Einrichtung zeigt sich Bubbles als aufgeweckter, sensibler und neugieriger Schimpanse mit ruhigem Wesen und starkem eigenen Charakter. Wie viele ältere Tiere schätze er feste Abläufe und die Gesellschaft seiner langjährigen Artgenossen. Häufig sei er entspannt mit seiner Gruppe zu sehen, erkunde sein Gehege auf der Suche nach Futter oder beobachte aufmerksam seine Umgebung.
Das „Center for Great Apes“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schimpansen und Orang-Utans, die früher im Showgeschäft standen, einen würdevollen Lebensabend zu ermöglichen. Michael Jackson hatte Bubbles einst von einem Tiertrainer übernommen, gab ihn später, jedoch aus Sorge um die Sicherheit seiner Kinder wieder zurück. Schließlich kam der Schimpanse zusammen mit anderen ehemaligen „Showtieren“ in die Auffangstation in Florida.
Dort scheint er sich bestens eingelebt zu haben. Nach Angaben der Pfleger genießt er es besonders, von weiblichen Artgenossen gepflegt zu werden, durch die Tunnel seines Geheges zu streifen und hin und wieder sogar zu malen. Vor allem aber schätzt er die Gemeinschaft, die Stabilität und die Freiheit, seinen Alltag selbst zu gestalten.
Die Kosten für seinen Lebensabend werden übrigens weiterhin vom „Estate of Michael Jackson“ getragen: Rund 30.000 US-Dollar (etwa 26.000 Euro) werden jährlich für seine Betreuung aufgebracht. Fast ein Schnäppchen, wenn man die vielen zig-Millionen bedenkt, die im Spiel waren in Michael Jacksons Karriere. Bubbles – er spiele in Frieden.
Bubbles war auch in einigen Musikvideos von Michael Jackson zu sehen, u.a. in diesem:
Als bei Paul McCartney Weihnachten 1980 das Telefon klingelt, glaubt der Ex-Beatle zuerst an einen Fan. Doch der Anrufer will nicht einfach nur plaudern – er will mit McCartney Hits schreiben. Wenig später entsteht daraus „Say Say Say“, einer der größten Pop-Hits der 80er. Warum ausgerechnet dieser Song Jahre später eine ganz andere Bedeutung bekommt, hört ihr in meinem Podcast.
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